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. Dubai - ein kleines Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate Dubai ist ein arabisches Wort und bedeutet in deutsch: kleine Heuschrecke...
Was du hier auf dem Bild siehst, sind die Wahrzeichen der VAE: Weihrauchbehälter, Rosenwasserkanne, Kaffeekanne und sieben Tassen - von denen jeweils eine für eines der sieben Emirate (Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Fujairah, Ajman, Umm Al Quwain und Ras Al Khaimah) steht! ~*~*~*~*~*~ . |
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mein Reisebericht:
Am 02. März 2000 ging es irgendwann am frühen Morgen los... Doch wie bin ich überhaupt darauf gekommen, nach Dubai zu fliegen? Noch dazu über "Karneval-in-Köln" ??? Ok, das ist eigentlich schnell erzählt: es fing an im Sommer des Jahres 1999... Meine Eltern überlegten, ob sie fliegen sollten - so wie jedes Jahr (mit der - mehr oder weniger gleichen Reisegruppe)... Mein Dad war zum Leidwesen meiner Mum gar nicht so begeistert von dem Gedanken an diesen langen Flug und meinte, sie solle doch alleine fliegen, doch das macht nicht so viel Spaß. Nach einigem Hin und Her fragte sie mich, ob ich nicht Lust hätte und vielleicht Urlaub bekäme in dieser Zeit... Klar, daß ich alle Hebel in Bewegung setzte, mit einem Kollegen verhandelte, bzw. ihn überredete, seinen Urlaub doch bitte um eine Woche zu verschieben, denn wer weiß, wann und ob ich eine solche Gelegenheit je wieder bekommen würde... Zu meinem großen Glück hatte er ein Einsehen! Von Frankfurt ging der Flieger ab. Ein Flugzeug der Emirate-Airlines. Also, so etwas nobles und mit aller modernen Technik ausgestattetes Flugzeug hatte ich bis dahin noch nie gesehen... alles vom Feinsten. Der Flug verlief recht ruhig, ca. 8 Stunden, mit lecker Essen (sogar das ist in einem Flugzeug möglich :-)). Da wir hinflogen, in die VAE, herrschte an Bord Alkoholverbot - so ein Pech :-( und rauchen durften wir nur in den letzten drei Reihen... aber besser, als gar nicht - and´re Länder, and´re Sitten (oder wie heißt das so schön?)
Irgendwann am späten Abend landeten wir dann in Dubai - vorher einen klaren Blick auf die riesige Stadt... doch leider sah ich den Buri Al Arab nicht (saß auf der falschen Seite im Flieger...). Zwischendurch hatten wir unsere Uhren um 3 Stunden vorgestellt. Am Flughafen gab es zur Begrüßung für jeden Reisenden eine rote Rose. (meine klebt im Photoalbum, ließ sich aber leider nicht scannen :-))...
Nach einigem Durcheinander, bis alle Koffer und alle Mitglieder unserer Reisegruppe endlich eingesammelt waren, ging es dann mit kleinen Bussen, vorbei am Dubai-Clock-Tower ins Hotel. Der erste Eindruck hatte nichts mit 1001-Nacht zu tun: wir fuhren über eine sechsspurige Autobahn, hell erleuchtet von unendlich vielen Lampen, die schon auf den ersten Blick den Reichtum des Landes erahnen ließen. Dennoch ein beeindruckendes Bild, diese nächtliche Skyline von Dubai mit ihren vielen Wolkenkratzern, in denen sich die Lichter spiegelten. Nach einem kurzen Begrüßungscocktail (selbstverständlich ohne Alkohol) wurden noch schnell die Koffer ausgepackt und ich düste los zum Pool, der sich auf dem Dach des Hotels befinden sollte... Leider war die Verbindungstür schon abgeschlossen - aber ok, hatte nicht sollen sein. Ein wenig traurig war ich schon, da der Weg zum Meer auch zu dieser späten Stunde zu weit war... wo ich doch schon seit vielen Jahren als erste Urlaubshandlung den Weg zum Wasser einschlage - einfach, um die Sehnsucht nach dem Meer zu befriedigen. 03. März Feiertag in Dubai!!! Es ist Freitag.... da sind die meisten Geschäfte zu, daher war der Vormittag zur freien Verfügung ausgeschrieben, was für mich gleichbedeutend war mit: nix wie los nach dem Frühstück!!! Also schnappte ich mir nach vorherigem intensivem Studium meines Reiseführers meine Mum und den nächsten Bus (die Haltestelle war nur ein paar Meter vom Hotel entfernt). Erst mal das Meer sehen, war die Devise. Einen richtigen Strand gibt es unterhalb der Souks in der Altstadt nicht, nur riesige Steine als Wellenbrecher. Da es recht stürmisch war, hatten wir ein interessantes Schauspiel und ab und an bekamen wir einen Meeresregen ab...und fast im Sandsturm erstickten :-)) - Kleiner Scherz, sooo schlimm war es zwar nicht, doch innerhalb kürzester Zeit knirschten unsere Zähne vor Sand... Vor uns ragte das Hayatt-Regency hoch auf - also, was lag näher, als in diesem noblen Ambiente ersteinmal einen arabischen (ok, es gab dann leider nur türkischen, aber der war auch gut) Kaffee zu trinken? Anschließend wanderten wir durch die Souks - nun endlich im 1001-Nacht-Land..., bestaunten den berühmten Goldsouk, genossen die Gerüche des Gewürzsouks und gingen weiter Richtung Creek. Hier war er, der Orient, die fremde Welt, die man sich unter Arabien vorstellt - keine Autos, kein Lärm, keine Abgase, dafür kleine Gassen, wo man manchmal kaum nebeneinande her gehen kann, so eng sind sie. Die Menschen in ihrer Tracht. Der Creek ist ein flussähnlicher Meeresarm, der viele Kilometer ins Landesinnere reicht und Dubai praktisch in zwei Hälften teilt. Auf der Ostseite befinden sich die Souks und viele Hochhäuser - einige davon direkt am Ufer. Auf dem Creek ankern hunderte von Dhows (alte, traditionelle Holzschiffe, mit denen noch heute wie vor hundert Jahren Waren befördert werden), voll beladen. Selbst am Kai türmen sich Waren in unvorstellbaren Mengen: Waschmaschinen, Trockner, Hifi-Anlagen, Kühlschrönke, Videorecorder... die von niemandem bewacht werden. Selbst in der Nacht, wie wir später feststellen konnten, waren die riesigen Warentürme höchstens von einer Plane bedeckt, aber nicht bewacht. Es gibt einfach keine Kriminalität in den VAE. Kleine Wassertaxis (Abra) bilden die Verbindung zur Westseite. In Bastakya, einem alten, von persischen Händlern gegründeten Viertel, stehen Häuser mit Windtürmen, es gibt den Textilsouk und hier liegt der Amtssitz des regierenden Emirs, Seiner Hoheit Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktoum. Weiter landeinwärts, entlang des Creek, liegt eine riesige Grünanlage mit einer schönen Prommenade und der Golfplatz. (Die wir aber erst später entlangschlendern). Der Rückweg am Creek zog sich doch recht lang, so daß wir auf halem Weg doch ein Taxi anhielten und recht hungrig gerade pünktlich zum Mittags-Buffet erschienen. Anschließend gab es mit der ganzen Gruppe eine Stadtrundfahrt im Bus. Am Jumeirah-Beach-Hotel stiegen wir aus, um dieses riesige Hotel von innen zu besichtigen. In manchen Etagen kam man sich vor, wie in einem Einkaufcenter. Dann wieder gab es Bereiche, in denen ein Restaurant neben dem anderen liegt... und das alles in einem einzigen Hotel. Besonders beeindruckend war der Ausblick aus dem obersten (25.) Stock. Auf der einen Seite die unendlichen Weiten: Dubai, wie es in der Wüste liegt und auf der anderen Seite der Burj Al Arab, der aus dieser Perspektive gar nicht so riesig und imposant wirkte, wie er ist. Es ging weiter durch die "Villenviertel", an Palästen verschiedener Scheichs, die alle von endlosen Mauern umgeben waren, die einmal den Blick (leider) versperrten und andererseits kaum enden wollten. An der Jumairah-Moschee, der größten Moschee Dubais, war wieder ein Stop zum Photografieren. Hier in Dubai gibt es ca. 1900 Moscheen, die alle in Abständen von 200 - 400 m stehen. Erbaut werden sie von wohlhabenden Privatleuten, die unerkannt bleiben wollen und sich auf diese Weise einen Platz im Himmel sichern wollen - so unser Reiseführer Elias. Auch den Unterhalt finanziert der Erbauer. Weiter ging es, vorbei am iranischen Krankenhaus, das über und über mit kleinen Mosaiksteinchen verziert war. (Welche armen Kerle wohl diese Arbeit haben tun müssen - und wie lange es wohl gedauert haben mag...) Weiter ging es zum Palast des Herrschers, Seiner Hoheit Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktoum. Leider war der Zugang zum Gelände nicht gestattet, so daß wir nur den Zufahrtsweg und das Tor bewundern konnten. Eine Allee voller Bougenvilla in allen Farben, Pfauen stolzierten über die Straße und vor dem Tor liefen Wachen mit MGs auf und ab. Unn nur ein paar Meter weiter schon wieder Baustellen in Form von nicht fertig gestellter Straßen. Ich hatte so den Eindruck, als habe jeder, der eine neue Bleibe suchte, ganz einfach an irgendeiner Stelle in der Wüste angefangen ein großes Areal einzumauern, in dem er dann seinen Palast baute. So nach und nach wurden dann diese Paläste mit Straßen verbunden - ok, mit Alleen - und das war´s. Der Nächste machte es genauso und daher das in meinen Augen chaotische Bild. Aufgrund dieser Weiten kann man natürlich großzügig planen, und Ecken, die irgendwie "leer" bleiben würden, werden einfach mit einer Parkanlagen "gefüllt". Es ist schwer zu beschreiben, und wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, auch schwer vorstellbar... Die nächste Station war das Dubai-Museum im alten Al Fahidi Fort. Es gab viel alte Tradition zu besichtigen und einen kurzen Film über die Entstehunsgeschichte Dubais und der Vereinigten Arabischen Emirate. Einige traditionell verschleierte Frauen zeigten Stickereihandarbeiten, mit denen Blusen, Mützen, Bänder etc... verschönert werden. Viele Szenen aus dem Leben in der Vergangenheit waren nachgestellt, so daß wir einen groben Eindruck erhielten, wie es "früher" hier war. Wenn ich bedenke, daß es die VAE erst seit ca. 30 Jahren gibt, also alles irgendwie neu ist... es gibt keine Mittelalterlichen Bauten, alte Ruinen, ja, Geschichte, wie wir es von Europa kennen. Lange versuchte ich, einen Bildband zu erstehen, doch (aufgrund des ständigen Wandels) war dies nicht möglich. Am Creek verließ uns der Bus und wir überquerten ihn mit den kleinen Wassertaxis. Dicht gedrängt dauerte die Überfahrt nur ein paar Minuten und wir konnten erste Eindrücke von Dubai-bei-Nacht erleben. Wenn man bedenkt, daß der Fahrpreis umgerechnet mal gerrade 0,50 DM betrug pro Person, war das lächerlich wenig. Um uns herum etliche dieser Boote, alle dicht gedrängt mit überwiegend Männern. Frauen sah man hier überhaupt wenig. Weiter ging unsere Wanderung in die Souks. Der Goldsouk war nun geöffnet und voller Menschen. Links und rechts der mit Holz überdachten Gasse glitzerte und leuchtete es um uns herum. In 200 (!!!) Juweliergeschäften - einer dicht neben dem anderen - konnten wir verschiedenen Schmuck bewundern. Vieles war in Rotgold gehalten, wie ihn die Araber tragen. Und die Preise... für so manches Stück hätte man auch ein kleines Einfamilienhaus erwerben können - was mir persönlich dann auch lieber gewesen wäre. Manches würde ich als Kitsch bezeichnen - will sagen, mein Geschmack sind so große mit Edelsteinen überladenen Stücke nicht. Doch es gab auch eine ganze Menge feiner Arbeiten. Verwunderlich war es schon, daß nicht ein einziges Geschäft mit einer Alarmanlage gesichert war. Hier sahen wir dann auch zum erstenmal die Einheimischen, die in Familiengruppen zum Shopping unterwegs waren. Hatte man sich dann entschieden, wurde das Gewünschte auf eine Waage gelegt. Nicht, wie in Deutschland - jedes Teil hat seinen festen Preis - wurde hier nach Gewicht bezahlt - natürlich nicht, ohne zu Handeln!!! 04. März Heute ging es schon recht früh los nach Abu Dhabi. Vorbei an Jebel Ali, der größten Freihandelszone der Vereinigten Arabischen Emirate. Die hier ansässigen Unternehmen müssen nur Steuern zahlen, wenn die Waren in den VAE bleiben, und auch dann nur 5% - der Export war steuerfrei. Unterwegs sehen wir immer mal wieder riesige Kamelherden in der Wüste, die gemächlich zwischen den dürren Sträuchern umherwandern. Zu fressen gibt es nicht viel, doch sie können ziemlich lange ohne Wasser aushalten. Dafür sind sie aber auch in der Lage, in 10 Minuten bis zu 110 Liter Wasser zu trinken! Auf einer 6-spurigen Autobahn kommen wir Abu Dhabi, der Hauptstadt der Emirate immer näher. Ab der unsichtbaren Grenze gelten andere Verkehrsregeln: In Dubai dürfen LKW und Busse nur die rechte Fahrspur benutzen, allerdings zum Überholen auf die linke Spur wechseln. In Abu Dhabi dürfen Busse und LKW nur die rechte Spur benutzen, d. h. Überholverbot. Um diese Regel zu umgehen, weicht das langsamere Fahrzeug rechts auf den Standstreifen aus (wenn der Fahrer nicht zu stur ist). Neben der Autobahn, auch auf dem Mittelstreifen sahen wir Begrünung, Bäume und Sträucher, die alle künstlich bewässert wurden. Wenn man bedenkt, daß jede einzelne Pflanze durch einen Schlauch tropfenweise bewässert wird... es ist unvorstellbar, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat! Der Sand kann keine Flüssigkeit speichern, daher ist dieser Aufwand nötig! Die Erklärung für diesen ganzen Aufwand ist ganz einfach: der momentan herrschende Scheich hat den Wunsch geäußert, daß er sein Land in grüner Pracht erleben möchte.. als tut er sntsprechend viel dafür! Kleine Siedlungen, meist "sozialer" Wohnungsbau - wohin das Auge reicht. Kann ein Emirati (also ein Einheimischer, nicht einer der vielen Gastarbeiter) nachweisen, daß er nicht genug Eigenmittel hat, sich ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, bekommt er eines dieser schönen Häuser vom Staat zinslos zur Verfügung gestellt. Wasser und Strom sind kostenlos für die Einheimischen, ebenso Telefon, Schule, Studium und ärztliche Versorgung. (Da könnte ich schon fast neidisch werden :-)). Selbst bei Eheschließung gibt es ca. DM 50.000 Startkapital und Lizenzen dazu. Ein Ausländer darf in den Emiraten kein Grund und Boden, Haus oder Unternehmen erwerben, ohne daß ein Einheimischer für ihn bürgt (gleichbedeutend mit der Lizenz). Kurz vor der Stadt ist fast die ganze, dem Meer zugeneigte Straßenseite,
eine Baustelle. Hier werden Promenaden, kleine Cafes und Restaurants, Parks, Buchten,
die zum Schwimmen einladen, vorgelagerte Inseln und kleinere Parkplätze geschaffen.
Alles sehr romantisch und liebevoll angelegt. Doch durch die endlosen Weiten wirkte
es an manchen Stellen einfach leer - vielleicht, weil keine Menschen zu sehen waren.
Denn aus den Urlaubsorten, die ich sonst besuchte, kenne ich nur dichtes Gedränge
kreischender Touristen, so daß ich mich schon wieder weit weg wünsche, um
Ruhe und Erholung zu finden. :-)) Zuerst besuchten wir den alten, traditionellen Souk, der aber längst nicht so romantisch war wie der in Dubai. Hier kam ich mir eher vor wie im Süden Europas, wo alles nur dem Commerz zugeschrieben war. Es gab alles nur erdenkliche zu kaufen und die Händler hier waren aufdringlich, versuchten, einen in ihren Laden zu ziehen und in Ruhe umsehen war fast schon unmöglich. So ließen meine Mum und ich auch die anderen der Gruppe allein weiterziehen und schrieben in der Sonne die ersten Postkarten. Nach der Mittagspause fuhren wir die Corniche-Road entlang - die prachtvolle Uferstraße Abu Dhabis. Auf der einen Seite eine sehr beeindruckende Skyline, auf der anderen den arabischen Golf und Blick auf den Wellenbrecher. Jede am Meer gelegene größere Stadt hat eine Corniche-Road - die Prachtstraße. Zumeist ist sie 6-spurig, in Grünanlagen eingebettet mit den allbekannten Staus der westlichen Welt... nur, daß diese Grünanlagen das Bild ein wenig verzerren. Wir besichtigten die alte Dhow-Werft (Dhow: alte arabische Lastensegler), einer der wenigen Orte am Persischen Golf, wo man noch versierte Handwerker beim Bau hölzerner Dhows nach traditioneller, alter Art bewundern kann. Schiffe verschiedener Grüße und Fertigstellungsgrade waren zu besichtigen und Erklärungen der Bauweise folgten. Als ich diese "Rohlinge" sah, konnte ich mir kaum vorstellen, wie diese Dhows jemals zu Wasser gelassen werden könnten. Sie wirkten klein und zerbrechlich - nicht wie diese vollbeladenen Dhows auf dem Creek in Dubai. Am späten Nachmittag führte uns dann der Weg ins Hard Rock Café, das natürlich auch hier nicht fehlen darf... Leider fehlte die Zeit, sich mit einem Bier an der Musik zu erfreuen, denn das Abendessen im Hotel rief schon wieder :-( Doch einen kleinen Stamper als Andenken mußte ich noch schnell erwerben... |
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05. März Dieser Tag stand zur freien Verfügung ausgeschrieben... Doch schon recht früh - natürlich erst nach dem Frühstück - machten wir uns auf den Weg in die City-Center-Shopping-Mall, ein riesiges Einkaufszentrum. Da jeder davon sprach, konnten wir uns dieses Erlebnis ja nicht entgehen lassen... Nach einer Tasse arabischen Kaffees und ein wenig Bummeln (wo ich mir eine Holzdose - wie in den meisten Urlauben - zulegte) zog es uns jedoch wieder an die frische, warme Luft. Entlang des Creek wanderten wir Richtung Golfplatz. In einer wunderschönen Parkanlage, zu der eine kleine Bimmelbahn die Besucher von verschiedenen Parkplätzen (natürlich kostenlos) brachte, hatten wir einen schönen Blick auf den Jachthafen. Zurück, den Creek entlang, war ein riesiges Verkaufszelt voller Teppiche aufgebaut. Also, ich kenne ja schon recht große Festzelte, doch dieses in Dubai war so immens groß, daß ich es nicht beschrieben kann. Jeder Händler war sehr freundlich, unterhielt sich mit uns - natürlich wollte er verkaufen, doch aufdringlich waren sie alle nicht (den Kaffee haben wir abgelehnt, nicht, daß wir noch etwas hätten kaufen müssen). Nach einer kurzen Rast im Hotel fuhren wir mit dem Taxi wieder in die Altstadt, wo wir erstmal ein verspätetes Mittagessen in einem russischen Restaurant genossen und danach wunderschöne, romantische Souks "fanden", die sicher viele Europäer noch nicht besucht hatten (wenn wir die Blicke der Einheimischen richtig deuteten). Alle Souks sind in Bereiche eingeteilt: im Einen gibt es Stoffe, im Anderen Schmuck, im Nächsten Spielzeuge für Kinder, Haushaltsgegenstände, Gewürze, etc... Niemals ein solches Wirrwarr an Geschäften, wie wir es von Deutschland kennen, alles ist fein säuberlich sortiert. Leider habe ich keine Photos, da die Einheimischen nicht gerne fotografiert werden. Ich denke, das muß man als Tourist einfach akzeptieren - wünschen wir uns ja auch, daß in Deutschland auch bestimmte Regeln befolgt werden, oder? Auch hier trafen wir wiedereinmal keine Einheimische, d. h. Emirati, sondern nur "Gastarbeiter" - die zwar nicht alle arbeiteten, aber doch hier lebten. In den VAE ist es so geregelt, daß Gastarbeiter, nachdem sie in Rente gegangen sind, nur dann im Land bleiben dürfen, wenn sie mit Ihrer Rente ein Geschäft eröffnnen. Ansonsten müssen sie in ihre Heimat zurückkehren. Überhaupt ist das so eine Sache mit den Gastarbeitern: wenn sie einreisen, müssen sie einen Job und ein gültiges, zeitlich unbegrenztes Rückflugticket vorweisen. Wenn sie nicht mindestens umgerechnet 2.000,00 DM Gehalt haben im Monat, dürfen sie ihre Familie nicht nachholen, weil die VAE ganz klar sagen, daß dann das Geld nicht reicht und sie sich nicht verpflichtet sehen, diese Menschen "durchzufüttern". Das tägliche Leben für diese Menschen ist nicht seht teuer, für Telefon, Strom, Wasser und Wohnung müssen sie bezahlen, wenn auch nicht viel. Es gibt auch Solche, die sich mit mehreren eine ganz winzige Wohnung teilen, damit sie möglichst viel Geld in die Heimat schicken können und "bald" wieder zurückkehren können. Dies ist auch mit ein Grund, warum man recht selten Frauen sieht - sie leben einfach nicht mit ihren Männern gemeinsam hier. Der Abend endete wieder im Hotel, dismal an der Bar des Irish-Pub. Hier haben wir dann auch festgestellt, daß es in Deutschland wirklich in der teuersten Cocktailbar noch recht günstig ist :-)) - Ein ganz normales Kilkenny - Bier kostet 10,00 DM und die Cocktails ab 15,00 DM auffwärts, wobei man leider den Eindruck bekommt, als seinen sie nur mal kurz an einer Flasche Alkohol vorbei getragen worden... Wir tauschten Erfahrungen aus und was wir so erlebt hatten den Tag über. Manche fingen dann an, meine Mum zu bemitleiden, da wir den ganzen Tag unterwegs waren und selten Pausen eingelegt hatten. Aber dadurch, daß wir die Zeit genutzt hatten, uns umzusehen, konnten wir eine ganze Menge mehr berichten, als der Rest der Gruppe :-)) 06. März Heute führte uns unser Weg nach Al Ain. Al Ain ist das einzige Emirat, das mit Grundwasser seine Pflanzen bewässern kann, ohne ein kompliziertes Bewässerungssystem. Ca. 200.00 ha Grünanlagen werden landwirtschaftlich genutzt; die fast 3.000 Farmen hat der Scheich den Einheimischen zur Nutzung geschenkt. Aber wen wundert´s, verdient er doch mit seinem Öl täglich 7.000.000,00 Dollar!!! Auf dem Weg dorthin machten wir wiedereinmal Rast auf einer großen Verkehrsinsel, auf der das berühmte Wahrzeichen der Vereinigten Arabischen Emirate zu sehen war. Die erste Station in Al Ain waren dann die Hili - Gärten, wo wir Grabstädten aus dem 3. Jh. vor Christi bestaunen konnten, die inmitten eines blühenden Parks liegen. Hier hätte ich noch Stunden mit einem guten Buch einfach auf dem Rasen liegen können und die Gerüche der Blumen genießen können. Doch leider mußten wir weiter... zum Markt. Dort gab es Dromedare, Ziegen, Schafe, Hühner und Kälber. Als Stall dienten ausrangierte, offene Kleinlaster mit Gittern an den Seiten. Sie wurden vorne aufgebockt, damit der Unrat einfach auf den Weg laufen konnte. Die armen Tiere taten mir schon recht leid, so eingepfercht, wie sie dort auf den Wagen lagen. Und daß wir im Bus bleiben konnten, hatte den Vorteil, daß der Gestank nicht ganz so stark auf uns eindringen konnten - was bei der Hitze einfach bestialisch war :-)) Das Mittagessen bekamen wir im Hilton - Al Ain, einem super noblen Hotel, mit reisigem Buffet, so daß ich gar nicht wußte, was ich denn nun nehmen sollte. Das Hotel lag inmitten eines riesigen Parks, so daß nach dem Essen noch ein Spaziergang drin war. Danach ging es weiter Richtung Oman, wo wir einen großen Kamel-Markt besuchten. Das jüngste Kamel war gerade mal 5 Tage alt, echt süß... und so weich - richtig zum Kuscheln. Nur, als ich sah, wie denn die armen Tier transportiert werden, fand ich das Ganze nicht mehr so lustig: festgebunden auf kleinen Lasten, eng gedrängt, mußten sie etliche Stunden auf den Knieen liegen, die Exkremente liefen einfach nach der Seite weg... die armen Tiere! Doch andereseits, wie sollten sie sonst tranportiert werde über unebene, ewig weite Strecken? So ist es bestimmt noch die sicherste Möglichkeit, wo sie am wenigsten Schaden nehmen, denke ich - trotzdem... In der Oase von Buraimi empfing uns wohltuender Schatten. In den Bäumen sangen Vögel und um uns war eine wundervolle Ruhe. Unser Reiseleiter erzählte, daß hier in den Gräben der Oase noch heute die ärmere Bevölkerung badete, was wir kurz darauf bestätigt fanden. Ok, der arme Mann fand das in dem Moment nicht ganz so lustig und verschwand auch so schnell er konnte... Das ist leider auch für die Vereinigten Arabischen Emirate ein Nachteil, wenn die Touristen überall das Land "unsicher" machen. Der Rückweg führte uns durch die Wüste zwischen Al Ain und Dubai, wo wir nocheinmal stoppten um einfach ein wenig in der Wüste unherzulaufen. So ohne Schuhe und Socken fühlte sich der Sand anders an, als der, den man vom Meer kennt - ist auch logisch: er ist nicht salzig und klebt deshalb nicht.... Noch heute habe ich ein kleines Gäschen (übrigens den Stamper aus dem Hard Rock Café) mit diesem Sand als Erinnerung in meinem Wohnzimmer stahen... 07. März Der Vormittag war mal wieder zur freien Verfügung... Und da wir ja Urlaub hatten, dachten wir uns, ein Vormittag auf dem Hoteldach am Pool sei auch nicht zu verachten :-)) Leider war die Bar geschlossen... so ein leckerer Longdrink hätte das Ganze sicher noch versüßen können... doch mit einem spannenden Buch die Ruhe genießen, war schon schön. Relativ leise konnten wir die Geräusche der Stadt um uns herum hören: das Hupen der Autos (Grundbedingung für die Zulassung war eine funktionierende Hupe), die Flugzeuge, die über unseren Köpfen die Ex-Urlauber wieder gen Heimat brachten und auch die Menschen auf den Straßen, die sich grüßten... Nach dem Mittagessen begann die Wüstensafari. Mit großen Geländwagen wurden wir vom Hotel abgeholt und ab ging es in die Wüste, ca. 120 km von Dubai entfernt. Schon nach einigen Metern in der Wüste wurde aus den Autoreifen eine beträchtliche Menge Luft abgelassen, damit die Auflage im Sand besser wurde. Und dann ging es los... Ich hatte das Glück, vorne, neben dem Fahrer zu sitzen, so daß ich gute Sich auf die vor uns aufragenden Sanddünen hatte, die wir "erklettern" wollten. War schon ein seltsames Gefühl - Angst gemischt mit Verwunderung, Staunen, Abenteuerlust und Spaß... (hinter mir kreischte es manchmel :-)) und ich muß zugeben, daß es mir sicher auch mulmig geworden wäre, hätte ich nicht so genau sehen können, wohin es geht). Immer wieder machten wir Pausen, um den Ausblick zu genießen. Natürlich konnte die wilde Fahrt nicht ohne Überraschung abgehen... und es kam, wie es kommen mußte: ein Auto fehlte plötzlich. Klar, das, in dem meine Mum saß - sie war von Anfang an nicht sehr begeister von "ihrem" Fahrer... Plattfuß! Also mußte ersteinmal wieder eine Pause eingelegt werden. Doch die Herren Fahrer kannten das wohl schon, so schnell, wie das ging. Also weiter... Bei der nächste Rast kam dann schon die Dämmerung, und wir hatten die Möglichkeit, einen einmaligen Sonnenuntergang zu bewundern und zu photografieren. Danach ging es in ein (wohl leider für uns Touristen nachgestelltes) Beuinencamp. Wir hatten die Möglichkeit, auf einem Kamel zu reiten, was gar nicht so einfach war... Die Viecher knicken nämlich zum Absteigen ersteinmal die Vorderbeine ein, so daß man, wenn nicht der Führer hilfreich zugreift, kopfüber davon segelt... aber es hat Spaß gemacht - auch wenn ich sagen muß, daß über längere Strecken die Gefahr besteht, seekrank zu werden. So hatten wir alle richtig etwas zu Lachen, denn jeder wollte natürlich eine Runde drehen. Es gab traditionelle, einheimische Kost - echt lecker (nur zu viel Fleich :-)), den übliche arabischen Kaffee und Tee, Datteln (die auch den kleinen Dromedar lecker geschmeckt haben) und wir konnten uns mit unseren Fahrern unterhalten (zumindest mit denen, die englisch sprachen). Übrigens hatte ich mit 4 von diesen Dattelkernen als Andenken mit nach Hause genommen, sie dann in einen Blumentopf gesteckt und jetzt wachsten doch tatsächlich kleine Palmen daraus... ok, ziemlich langsam: eine Pflanze hat 2 Blätter, zwei schon 3 Blätter und eine sogar schon 4 Blätter (einTrost ist, daß die Pflanzen meiner Mum auch nicht größer sind :-)) Was ich auch erstaunlich fand, war, daß es gegen Abend in der Wüste empfindlich kalt wird. Sollte man gar nicht meinen: am Tage sind es schnell bis zu 50°C und so wie die Sonne weg ist, wird es schnell richtig kalt, so daß eine einfache Strickjacke kaum reicht. Den krönenden (dachten wir) Abschluß bereitete uns eine Bauchtänzerin, die nicht nur die Herren begeisterte und die nach ihrer Vorführung alle bat, doch mitzumachen. War ein lustiger Anblick, als so einige versuchten, sich ebenso elegant zu bewegen wie das Mädchen. Schon ziemlich spät ging es dann die 120 km zurück nach Dubai. Die Reifen waren schon wieder aufgepumpt, was ja nur bedeuten konnte, daß die Hauptstraße nicht mehr weit sein konnte. Ein wildes Rennen begann - und - wir, d. h. das Auto, mit dem ich fuhr, gewann. Der Fahrer, ein ganz junger Kerl, hatte einen Riesenspaß! So nach und nach trudelten dann auch die anderen ein. Immer wieder wurde durchgezählt. Und irgendwann stand fest, daß ein Auto fehlt... Wie konnte es anders sein? Natürlich das, in dem meine Mum saß! Mit Hilfe von Handys war das Problem schnell ermittelt: Festgefahren... Also fuhr der Chief der Gruppe zurück um Hilfe zu leisten und der Rest von uns schon mal zurück zum Hotel, da der nächste Tag wieder früh beginnen sollte. So ganz toll fand ich das nicht, wo ich doch nicht wußte, was los war... aber was sollte ich tun, helfen konnte ich sowieso nicht. Je näher wir nach Dubai kamen, desto wilder wurde die Fahrt. Die Autobahn wurde wieder 6-spurig und wir fuhren (gefährliche) Rennen durch die Stadt - denn die Straßen waren so voll, wie ich es von Köln zur Feierabendzeit kenn - nur daß es mittlerweile schon fast Mitternacht war. Im Hotel setzte ich nich noch in die Eingangshalle, da ich zu nervös war, weil ich ja nicht wußte, was nun mit meiner Mum ist. Irgendwann kamen sie dann und lachten über den "tollen" Fahrer. Also, langweilig war dieser Tag bestimmt nicht und wir fielen alle todmüde in unsre Betten. |
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08. März Früh am Morgen ging es los nach Sharjah, dem drittgrößten Emirat nach Abu Dhabi und Dubai, 26 km östlich von Dubai gelegen. Sharjah ist übrigens das einzige Emirat, in dem der Besucher gänzlich auf Alkohol verzichten muß! Zuerst besuchten wir das historische Museum. Danach ging es in den neuen Souk. Ser beeindruckend, modern und ganz anders als die, die ich von Dubei und Abu Dhabi kannte - eben total modern. Deshalb würde ich ihn auch lieber als modernes Einkaufscenter beschreiben - die Bezeichnung Souk passt doch besser auf die kleinen, engen Hüttchen und Gässchen in Dubai, weil sie noch ursprünglich und besonders sind. Dennoch erwarb ich hier einen kleinen - echt seidenen Teppich: 30 x 40 cm und mit Franseln und ein orientalisches Parfum, das hier in Köln viel zu schwer ist. Der Souk sieht von außen aus wie ein moderner Bahnhofsbau... Alles war sauber und steril, der Flair des Orients fehlte gänzlich... Zum Wohlfühlen war es hier nicht, aber dennoch sehr zum Staunen. Dennoch hatten wir auch hier ein wunderschönes Erlebnis: die "Taubenblumen"... es gibt überall runde, riesengroße, blumenbewachsene Verkehrsinseln - Kreisel - auf denen unendlich viele Tauben und Möwen sitzen und nach Käfern und ähnlichem picken... eben wie weiße Blumen inmittender bunten Pracht... Anschließend hatten wir die Möglichkeit, das Ajman Kempinski Hotel & Resort anzusehen. Während die meisten Mitglieder unserer Reisegruppe sofort das Hotel stürmten und das noble Ambiente bewunderten, lief ich erst einmal an den Strand. Dort fand ich einige Muscheln und genoß einfach die Ruhe, die von den winzigen Wellen, die ans Ufer spülten, ausgestrahlt wurden. Zu gerne wäre ich länger an diesem wunderschönen, weißen Strand entlanggewandert, doch leider... die Fahrt ging weiter. Die nächste Station war der Fischmarkt von Sharjah, wo fangfrische Fisch aller Art feilgeboten wurden. Ok, der Geruch war nicht so toll, aber wenn man sich überlegte, welch leckeren Gerichte aus den Fischen werden konnten... da lief einem schon das Wasser im Munde zusammen... Dieser Fischmarkt liegt am Creek, der auch künstlich angelegt worden ist, längst nicht so groß ist, wie der in Dubai, aber mit den gleichen Dhows, vollbeladen mit Waren. Was mich an diesen Dhows verwundert hat: sie waren - bis auf ganz wenige Ausnahmen - alle mit babyblauer Farbe gestrichen und mit dunkelblau abgesetzt. Da kam die Frage auf, ob diese Farbe irgendwann einmal im Sonderangebot zu haben war... denn warum es gerade dieses babyblau sein mußte, konnte mir niemand beantworten. Den Nachmittag, d. h. den Rest davon, verbrachten wir wieder am Pool... es lohnte sich nicht mehr, noch auf Pilgertour zu gehen! Nachdem wir (die gesamte Reisegruppe) sich "fein gemacht" hatte, riefen wir einige Taxis. Der Abend brachte ein weiteres, wunderbares Erlebnis: ein Essen im Hayatt Regency Hotel, hoch oben im "Drehrestaurant" - das seinen Namen bekam, weil es sich in der Tat dreht... ca. alle 1,5 Std. ein Mal... Auf diese Weise hatten wir einen tollen Ausblick von oben über die ganze Stadt und das weite Meer. Es war sehr schön, zu beobachten, wie immer mehr Lichter in den Häusern und auf den Straßen brannten, als die Nacht hereinbrach. Es gab ein riesiges Buffet - sowas hab´ ich mein ganzes Leben noch nicht gesehen (hatte ich das nicht auch vom Hilton Hotel in Als Ain schon behauptet? - da kannte ich dieses noch nicht :-)). Alles auch nur zu probieren, war schier unmöglich und besonders leckeres ein zweites Mal auf den Teller zu legen - an einem einzigen Abend - ein unmögliches Unterfangen... Es gab verschiedene Salate - keine Ahnung, wieviele - Suppen, Sushi, mehrere Fleischsorten, alles Mögliche mit Fisch, Reis, Nudeln, Kartoffeln verschiedenartig zubereitet (aber keine Pommes), Gemüse verschiedenster Art, Unmengen Obst, Kuchen, Plätzchen, arabische Kanbbereien, Puddings, Eis - soweit das Auge reichte... Soviel, wie an diesem Abend habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht zu einer einzigen Mahlzeit gegessen - und werde es auch wohl nie mehr tun (zumindest nicht, wenn es keine Magenbitter für hinterher gibt in ausreichender Menge :-)) und eine so hohe Rechnung für 2 Personen habe ich auch noch nie gesehen... aber es war ein besonderes Erlebnis, das man vielleicht nie wieder in seinem Leben wiederholen kann... 09. März Am späten Vormittag ging es zu der wohl beeindruckendsten Fahrt überhaupt während diese Besuches in den Vereinigten Arabischen Emiraten: der Besuch des Burj Al Arab! Er ist auf einer künstlichen Insel, dem Jumairah Beach Hotel vorgelagert, gebaut. Es gibt ein unterirdidsches, im Meer gelegenes Restaurant, das wir leider nicht besuchen durften und das man mit einem kleinen U-Boot erreicht. Der Swimmingpool liegt inmitten einer Wellness-Oase im 8. Stock (durften wir auch nicht ansehen um die Besucher nicht zu stören, was verständlcih war). Dieser Besuch in dem modernsten und größten Hotel der Welt war nur durch Beziehungen möglich... die wir zum Glück hatten - in Form eines in einem Reisebüro in Düsseldorf arbeitenden Mitreisenden. Es begann schon damit, daß es eine "Kleiderordnung" gab: keine freien Schultern bei den Damen, keine kurzen Röcke, die Herren bitte nicht in kurzen Hosen und bloß keine Strandlatschen... Also gut, wozu hatte man denn wenigstens eine Garnitur "Sonntagklamotten" eingepackt? Schon die Empfangshalle war riesig - mir fehlen leider die Worte, diesen Eindruck zu beschreiben... - im Inneren war das Gebäude "hohl", man konnte bis zur Decke sehen (wenn sie nicht eigentlich zu weit weg war). Überall edle Hölzer, vergoldete Säulen (mit echtem Blattgold!!!), edle Teppiche, in denen sich die Muster des Hauses wiederholten. Eben alles Prunk und Protz... Irgendwie kam ich mir falsch vor in all diesem Luxus. Ich denke, wenn ich hier hätte wohnen müssen, ich wäre abgehauen... Man traut sich kaum, zu sprechen, geschwiege denn, irgendwo hineinzugehen. Im Burj Al Arab habe ich die teuerste Paotkarte meines Lebens erworben - einfach, weil ich auch ein Andenken aus dem Andenkenshop haben wollte: 7.00 DM!!! Wahnsinn, nicht? (Und so anders, als andere Postkarten ist sie auch nicht!) Die kleinste Suite durften wir uns ansehen (170 qm, ca. 1.000,00 DM pro Person/Übernachtung - ohne Tax und Frühstück). Die größte Suite hat 750 qm und kostet ohne jedes Extra pro Nacht und Person DM 10.000,00!!!! - auch ohne Tax und Frühstück. Wer sich soetwas leisten kann, weiß ich nicht - kann ich mir auch nicht vorstellen, wenn ich bedenke,. daß selbst die Kleinste noch fast 100 qm mehr hat als meine eigene Wohnung hier in Köln. Dennoch war alles sehr beeindruckend... All dieser Prunk und Reichtum ist nicht in Worte zu fassen. Selbst Bilder bringen diesen Eindruck nicht rüber und auch der Film nicht, der irgendwann im letzten Jahr im Fernsehen zu sehen war. Ich denke, wenn man es nicht selber gesehen hat, kann man es nicht begreifen und verstehen, da es meilenweit von unserer "normalen" Welt entfernt ist. Nach der Besichtigung "durften" wir noch im Al Muntaha - Restaurant, im 24. Stock (wobei jedes Stockwerk über zwei Etagen geht) einen Drink, Kaffee oder Saft zu uns nehmen, um die gezahlten ca. 30,00 DM "Eintrittsgeld" umzusetzten. Der Ausblick war schon toll, zumal dieses Restaurant wie eine Scheibe außen angebaut war... Von hier aus sah das Jumairah Beach Hotel aufeinmal ganz klein aus... (ist es auch - im Vergleich zum Burj Al Arab)... Die Zigaretten, die ich, inclusive einer Steichholzschachtel (um die es mir auch nur ging - gab es aber nicht einzeln)vom Hotel, für ca. 7,00 DM erworben habe, sind natürlich längst geraucht. Doch auch dieser "Traum" war irgendwann vorbei und wir stiegen wieder in unseren Bus und fuhren in die Wirklichkeit zurück... Den Nachmittag verbrachten wir, meine Mum, Edeltrud und ich wieder mal in den Souks... Besonders beeindruckend waren die Stoff-Souks... superenge Gassen, in denen wir nur hintereinander hergehen konnten... auf der einen Seite die winzigen, engen Läden mit unendlich vielen, verschiedenen Stoffen Am Abend bin ich mit Marcel, wie schon öfter, zu einem Einheimischen-Markt gefahren. Dort waren die Preise besser, es gab keine Touristen, man sah die "Gastarbeiter" mit ihren Familien bummeln, einfach eine Welt, wie man sie sich vorstellt, wenn man an den Orient denkt. Wir tranken Cola aus Dosen - mit den "alten" Verschlüssen, die es hier schon seit ewigen Jahren nicht mehr gibt, bummelten durch die Geschäfte, probierten verschiedene Sachen an, suchten mal wieder Postkarten, die es in den VAE kaum irgendwo zu kaufen gibt, und staunten, daß sogar die kleinsten Kinder zu nächtlichen Zeiten noch mit unterwegs waren. Wahrscheinlich liegt es daran, daß das Leben über die heißen Mittagsstunden gänzlich zum Erliegen kommt und dann am Abend nachgeholt wird... Als wir dann mit einem Taxi - was auch nicht viel kostet, und weil kein Bus mehr fuhr so spät - zurück wollten, war es gar nicht so einfach, eines zu bekommen. Nicht etwa, weil keine fuhren, nein an jeder Ecke waren mehrere zu finden. Aber jeder Taxifahrer, der hörte, wo wir hinwollten, lehnte ab mit der Begründung, daß die Stadt dicht sein, also ein einziger Stau... Nach endlosen Fehlversuchen erwischten wir endlich eins, das bereit war, uns zu fahren... in der Zeit hätten wir dann auch fast laufen können, aber wer konnte das ahnen? 10. März Heute ging es quer durch das Hajar-Gebirge, nach Masafi und Dibba an die Westküste, das Emirat Fujairah und den indischen Ozean. Der erste Stop erfolgte an der amerikanischen Universität in Sharjah. Ein unendlich großes Gelände, größtenteils noch eine Baustelle, mit breiten Allee, riesigen Parkanlagen und ein Ende war in keiner Richtung zu erkennen.
Weiter Richtung Norden erreichten wir Dibba, eine ganz besondere Stadt. Sie gehört teilweise zum Oman, teils zu Sharjah und teils zu Fujairah. Eine dreigeteilte Stadt also, allerdings ohne erkennbare Grenzen und Barrieren. Kurz darauf sehen wir in der Ferne das erste Mal den indischen Ozean.
Die nächste Station war in Birthnah, wo wir die älteste Moschee der Vereinigten Arabischen Emirate (ca. 1400 Jahre) besichtigen konnten. Weiter entlang ging es der Küste, die Landschaft
auf der linken Seite ist ziemlich bergig, auf dem Meer ein Öltanker hinter dem
anderen zu sehen. Es hat fast ausgesehen, als
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11. März Heute brach der letzte Tag eines wunderschönen, erlebnisreichen Urlaubs in einer fremden Welt an... Also, was tun? war die Devise... Wir hatten schon soooo viel gesehen, so daß wir beschlossen, ein fauler Tag am Strand sei genau das Richtige - sozusagen als krönender Abschluß... Also nix wie hin zum Hotelbus, der uns nach dem Frühstück zum Metropolitan Beach Hotel brachte, das mit dem Royalton Plaza Hotel ein Abkommen hat, daß die Gäste kostenlos den Strand nutzen dürfen. Dank der hohen Brandung war das Schwimmen nur in einem kleinen, abgegrenzten Bereich erlaubt. Das Dilemma war nur, daß das Wasser kaum bis zu den Knien reichte an dieser Stelle - doch die Aufpasser waren leider streng :-)) So kam ich denn doch noch in den Genuss, am Strand in der Sonne liegen zu können und ein Buch zu lesen. Nachmittags war nochmals ein Bummel durch die Souks angesagt, danach schnell Koffer packen und dann aufs Dach zum Gala - Dinner am Pool. Von hier obern aus sahen wir die vielen Flugzeuge davonfliegen, die Dubai verließen - und in so einem würden wir alle auch in ein paar Stunden das "Weite" suchen... Der heftige Wind ließ das Vergnügen leider ein recht schnelles Ende finden, und so verlagerten die meisten die Party mal wieder in den Irish Pub... Mum und ich gingen noch ein wenig bummeln, da seit einigen Tagen das DSF - Dubai Shopping Festival in den Straßen in der Nähe unseres Hotels in Gang waren. Was das war? So eine Mischung aus Kirmes, Zirkus, Shoppincentern und Zoohandlungen unter freiem Himmel, Unterhaltung, Spiele für Kinder und Erwachsene (Cart fahren, Goccha, Karaoke, etc...). Sowie die Sonne unterging, erwachten die Straßen zu Leben, das es selbst in Köln am Rosenmontagszug nicht gibt (und das will was heißen) - daher auch diese endlosen Staus... An einer Eisdiele machten wir Rast. Es gab Sorten, die ich noch nie gesehen hatte und Mengen... eben auch gigantisch. Man konnte sich einen Becher mit verschiedenen Sorten Eis, Soßen und verschiedenem Streuzeug zusammenstellen. Da stand ich nun und hätte gerne Smarties über mein Eis... aber, was zum Teufel, heißt Smarties auf englisch? Nun ja, mit der Bestellung der Eissorten und der Soße hatte es keine Probleme gegeben, und als ich vorsichtig "Smarties" sagte - weil mir ja der englische Begriff nicht einfiel, grinste der Mensch hinter der Theke, stiefelte zielstrebig zur Samrtiesdose (auf die ich nicht gedeutet hatte) und streute das Gewünschte über mein Eis. So hatte ich denn wieder ein weiteres englisches Wort gelernt :-)) 12. März Rückflug... nach dem Frühstück ging es zum Airport. Da wir recht früh losflogen, hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die rasch kleiner werdende Erde unter uns. Klar, je näher es dann Deutschland ging, desto schlechter wurde das Wetter und damit die Sicht nach unten - Schade eigentlich...
. Auf dem Rückflug gab es auch wieder alkoholische Getränke, so daß wir uns zum Frühstück - ntürlich im O-Saftglas getarnt - einen Bacardi schmecken ließen :-)) Und der Kaffee nach dem Mittagessen schmeckte hervorragend mit einem TiaMaria :-)) Mittags landeten wir wieder wohlbehalten in Frankfurt und der Bus brachte
uns wieder nach Hause... Dies war der wunderbarste und beeindruckendste Urlaub meines Lebens - wofür ich mich auch an dieser Stelle nocheinmal ganz herzlich bei meiner Mum bedanken möchte, daß sie mich als ihre Reisebegleitung ausgewählt hat! |
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© Anke |
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